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Judith will Fallschirm springen

Tandemsprung im August 2012

Judith will Fallschirm springen!

.. und warum?..  Ich hatte Lust auf eine ordentliche Portion Adrenalin. Wie Peter schon meinte: „Nur für den Kick. Für den Augenblick.“… Naja und da dachte ich mir, dass sich so ein Fallschirmsprung ganz gut dafür eignen würde ;)

Der Tag des Fluges begann. Die Sonne schien und vereinzelnde Schleierwolken durchzogen den Himmel. Ein perfekter Tag zum Springen.

Nachdem meine Freundin und ich uns an der Rezeption angemeldet hatten, hatten wir noch genug Zeit für eine seelische Vorbereitung. Angenehme Sitzgelegenheiten standen für uns und andere Flugbegeisterte bereit, um sich von der Fliegerei ein Bild zumachen. Wir sahen den Caravan also 2 mal starten und 2 mal ein Haufen winziger Punkte aus dem Himmel purzeln, die sich dann nach und nach als richtige Menschen entpuppten.

Während dieser Entspannungsphase lernte ich den Peter kennen, der mir doch ganz sympathisch erschien, so dass er auf meinen Wunsch mein Tandemmaster wurde.

Und dann war es soweit, wir waren an der Reihe. Wir schlüpften in unsere bequemen Anzügen, bekamen einen Gurt angelegt und nach einer wirklich unkomplizierten 5-minütigen Einweisung saßen wir auch schon, eng aneinander gereiht und wie in einer Sardinendose, im Caravan auf dem Boden. Schließlich zeigte Peters Höhenmesser 3500m an; Zeit zur Flugvorbereitung. Schnell wurden dann auch die 4000m erreicht. Die Tür öffnete sich und 5-6 Fallschirmspringer verließen das Flugzeug in Windeseile.

Und zack war ich an der Reihe, baumelte schon halb in der Luft, nur mein Tandemmaster hielt mich noch ein paar Sekündchen und dann flogen wir mit 200 km/h Richtung Erde. Vorher hatte ich mir so ein Schnick-Schnack gewünscht wie Rückwärtssalto. Peter hatte mein Wunsch gehorsam befolgt. Nur selber bekam ich nicht so viel davon mit, das Adrenalin hatte mich betäubt. Mein Fehler war, dass ich durchgängig grinsen musste, womit ich das Gefühl hatte, mir würde ein Föhn mit einer XXL-Kraft in den Mund blasen. Spätere Fotos weißten ebenfalls lustige Gesichtszüge nach.

Judith am FallschirmDoch nach 45 Sekunden Achterbahn-Deluxe-Gefühl überraschte mich ein kräftiger Ruck. Der Fallschirm öffnete sich und um uns herum war es angenehm leise. Zeit zum genießen und sich die Gegend mal aus einer ganz anderen Perspektive anzuschauen. Peter überließ mir das Steuer und ich durfte den Fallschirm lenken. Zugegeben hatte ich bei einer starken Linkskurve mehr Bauchkribbeln als beim freien Fall. Wahrscheinlich weil ich mich in dieser Situation mehr auf das Geschehen konzentrieren konnte. Kurz vorm Landen übernahm er dann wieder das Steuer, so dass wir eine saubere Landung hinlegten. Ein Schritt und ich stand wieder auf festem Boden.

Liebe Leute, das Erlebnis ist es wert!